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DVD Rezensionen
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SHERLOCK HOLMES R: Guy Ritchie D: Robert Downey jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Stong u.a. Musik: Hans Zimmer Verleih: Warner 123 Min. |  |
| Sherlock Holmes und Dr. Watson im Kampf gegen die bösen Machenshaften des Lord Blackwood. Daneben lernen wir, dass Holmes ein depressiver, schmuddeliger aber genial kombinierender – okay, das ist nicht neu – Privatschnüffler ist und Watson dessen ihm desöfteren aus der Patsche helfender Partner, der sich eigentlich mehr Zeit für seine Verlobte ausbedingen möchte als mit Holmes auf Verbrecherjagd zu gehen. In den letzten Jahren ist Guy Ritchie mehr mit seiner damaligen Ehefrau Madonna in den Schlagzeilen gewesen als mit seinen Filmen. Mit Sherlock Holmes hat er sich nun aber auf einen Schlag in Hollywood nach ganz oben katapultiert. Der Film war hüben wie drüben ein grosser Erfolg und ein Sequel ist längst angesagt. Mein liebster Holmes-Film ist Private Life of Sherlock Holmes mit einem koksenden und völlig desillusionierten Meisterdetektiven. Durchaus ähnlich hinsichtlich gewisser Charakterzüge ist auch Robert Downey jr.’s Personifizierung von Holmes, allerdings eher aufgebaut als moderne Comicvariante (in Sachen Nahkampf...), denn als Calabash rauchender, Deerstalker-Hut tragender Detektiv. Ja eigentlich hat Sherlock Holmes mehr vom fantastischen Ambiente der Amblin-Produktion Young Sherlock Holmes als von all den Vorstellungen, die man „traditionellerweise“ an einen Sherlock Holmes Film hat. Die 2010 Variante ist in der Tat ein Fantasyadventure und zweifelsohne ein aufdatierter Arthur Conan Doyle Charakter, das ist sofort in der Machart mit den schnellen Schnitten und den vielen Zeitlupenaufnahmen, ganz abgesehen von massig eingesetzter CGI, erkennbar. Mir wäre ein traditionellerer Holmes allerdings weit lieber gewesen – oder zumindest der Versuch nicht alles dem Popcorn-Kino unterzuordnen. Doch Sherlock Holmes ist ganz klar ein Film für das Massenpublikum, für die Kinoteenies und die Kinogänger, die nur ab und wann in die Filmsäle pilgern und sich schlicht und einfach 2 Stunden unterhalten lassen wollen. Das erreicht der Film zweifelsohne, dafür ist die Mischung aus Action, Komik (und Comics), Machart und solider Lockerheit der Akteure (Downey und Law interagieren wirklich blendend) genau richtig getimt. Holmes-Musik Ein kleineres Ärgernis im Film ist die Musik von Hans Zimmer, um die die Academy unverständlicher-, aber nicht überraschenderweise, nicht herum zu kommen schien und sie nominierte. Der Deutsche nimmt seine einfach gestrickten Rhythmen und simplen Motive und legt sie Spaghetti-Western mässig, mit einem irischen Touch und Zigenuerklischees versehen unter die zumeist actionlastigen Bilder. Sein Hauptthema ist hübsch gemacht, orchestriert für Cimbalom, Banjo (?) und Akkordeon (welche Sounds davon auch immer aus dem Sampler kommen). Von diesem leitet er die klar rhythmisch strukturierten Zimmer-Actionstücke ab, die jedoch ab der zweiten, dritten Wiederholung einfach zu viel werden. Sicher, man ist es sich gewohnt von der traditionelleren Art der Filmmusik in solchen Blockbustern nicht mehr viel bis gar nichts mehr zu hören, aber mehr Bezug zu Ära, viktorianischem Setting und Holmes-ist-ein-Engländer und ein richtig, richtig prächtiges Thema – und wr hätten möglicherweise einen ganz feinen Score haben können. Zugute schreiben darf man Zimmer, dass er auf den Gebrauch eines grossen Orchesters verzichtet hat, dennoch wirken viele Szenen zugekleistert und heben sich deshalb auch nur bedingt vom US-Filmmusikmomentum 2010 ab. | | | | Bewertungen phb, 22.4.2010 |
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