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DVD Rezensionen
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INGLORIOUS BASTERDS
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Brad Pitt, Christoph Waltz, Eli Roth, Til Schweiger, Mélanie Laurent u.a.
Musik: diverse
Verleih: Universal
153 Min.
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| Inglorious Basterds nennt sich eine Truppe jüdisch-stämmiger US-Soldaten, die im 2. Weltkrieg tief im französischen Feindesland abgesetzt werden um unter den Deutschen Truppen für Angst und Schrecken zu sorgen. Gnadenlos masakrieren sie ganze Einheiten und sammeln als Andenken die Haartrachten der Krauts. Mit den Deutschen auf ganz andere Art herumschlagen muss sich Shosanna/Mimieux, deren Pariser Kino für die Premiere eines Deutschen Propagandafilms ausgewählt wird, an der nebst Goebbels auch Adolf Hitler selbst teilnehmen soll. Ausserdem holt sie mit dem Auftauchen des SS-Offiziers Landa, der ihre Familie ausgelöscht hat, die junge Vergangenheit wieder ein. Quentin Tarantino hat eine ausgesprochen breite Fanbase, die er mit coolen Sprüchen, diversen Filmzitaten, kuriosen Charakteren, Gewalt und ungewöhnlichen Erzählweisen zu bedienen weiss. Inglorious Basterds ist wieder so ein typischer Tarantino. Leider ist das nicht der Tarantino, den ich mag und der mit ruhigeren Filmen wie Jackie Brown richtig auftrumpfen kann. Inglorious Basterds strotzt vor Kuriositäten. Einige sind wirklich umwerfend, andere fand ich extrem platt und einige schlicht grässlich. Einer der absoluten Pluspunkte ist der kürzlich mit dem Golden Globe für den besten Nebendarsteller ausgezeichnete Christoph Waltz in der Rolle des detektivischen, diabolischen SS-Offiziers Landa. Seine Darstellung ist ein absoluter Knaller, ein Genuss sondergleichen; er ist die Besetzung des Films schlechthin. Locker spielt Waltz Kaliber wie Brad Pitt (hier naja) an die Wand, wenngleich dessen ebenfalls durchgeknallter US-Lieutenant den ein oder anderen Schmunzler landet (sein „akzentfreies“ Italienisch an der Filmpremiere...!!!). Insgesamt war mir der Film um gute 20 Minuten zu lang. Tarantinos in beinahe allen seiner letzten Filme auftauchenden Italowestern-Zitate sind gesucht und langsam einfach öde - und man fragt sich schon, wieso Tarantino solche Sperenzchen immer wieder einfügen muss (jaja, Stil und so)? Aber der Film hatte Erfolg, in den Grossstädten pilgerte das Publikum beinahe zu den Vorstellungen. Inglorious Basterds ist Tarantinos einspielmässig erfolgreichster Film nach Pulp Fiction. Irgendwas macht Tarantino also definitiv richtig oder er weiss dem Publikum etwas zu geben, was es scheinbar gerne aufnimmt. Oder ist es doch seine Fanbase, die vielleicht grösser ist, als ich mir vorstelle? Bastard-Musik Wie zu lesen war, soll Tarantino Ennio Morricone als Komponist angefragt haben, doch der 81jährige Italiener hatte keine Zeit, er war mit Baarìa beschäftigt. So bedient sich der Regisseur wieder einmal aus der Konserve und holt von überall Filmmusikfetzen herbei: Von Dimitri Tiomkins Green Leaves of Summer, Morricones Battle of Algiers oder La condanna über Charles Bernsteins White Lightning und Kompositionen von Elmer Bernstein, Lalo Schifrin, Riz Ortolani und anderen. Das Resultat langweilt. Nach dem x-ten Mal ist es weder originell noch ausgeklügelt. Der Song, den Tarantino über den Anschlag im Kino setzt, wirkt so deplaziert wie einige der „geklauten“ Scoreausschnitte. Aber wie eingangs erwähnt, ich denke, dass Tarantino damit bei seiner Fangemeinde durchaus punktet. Hat er es darauf abgesehen, trifft er den Nagel auf den Kopf. Die DVD bietet einen ganzen Haufen extras, aufgeteilt in 2 Scheiben (Film und Bonusmaterial). Unbedingt erwähnenswert ist die fantastische Bildqualität, die schon bei der Normal-DVD glänzt. Das Tonsegment hingegen ist erstaunlich unausgeglichen. Bei Textstellen musste man aufdrehen, wohingegen die Toneffekte und insbesondere der Song im Finale ohrenbetäubend laut waren. | | | | Bewertungen phb, 31.1.2010 |
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